NAS RAID im Modus “Degraded” – Datensicherung ja oder nein?

Seit gestern ist die Antwort auf die Frage “NAS – Datensicherung ja oder nein” ein eindeutiges “JA”. Eines meiner NAS-Geräte – nicht das von LG ;-) – zeigte mir gestern die gelbe Lampe. Naja, eigentlich war sie orange – Status “Degraded”. Heißt im Klartext: Nur eine der Festplatten im RAID1 läuft noch korrekt, es erfolgt keine Synchronisation (Spiegelung) zwischen den Platten mehr. Nun sollte eigentlich die defekte Platte einfach raus und gegen eine neue getauscht werden. “Hot plugging” heißt so etwas wohl, wenn man das im laufenden Betrieb macht. Ich habe mich nicht getraut, das gebe ich gern zu. Mein natürliches Misstrauen gegen automatische Vorgänge überwog. Vielleicht könnt ihr mir ja dieses Misstrauen durch positive Beispiele nehmen. Ich habe jedenfalls eine Datensicherung angelegt, kann ja nie schaden.

Dabei zeigten sich alle Vorteile einer modernen Computertechnik. Platte aus dem NAS gezogen, als zweite Festplatte in einen Computer gebaut. Dank der modernen Verriegelungen, die ohne Schrauben auskommen, eine Sache von Sekunden. Danach half meine spezielle Umgebung. Ich habe Acronis True Image Home auf einem Rechner so installiert, dass der Rechner ohne das übliche Betriebssystem und zusätzliches Boot-Medium über den so genannten Startup Recovery Manager in eine Backup- und Wiederherstellungsumgebung bootet. Damit erkennt das System das Netzwerk und die neu hinzugefügte Festplatte. Vorteil dieser Variante: Die Partitionen der NAS-Festplatte werden erkannt, obwohl diese üblicherweise mit einem Linux-Dateisystem formatiert sind.

Nach ca. 1,5 Stunden (so ein NAS hat Giga-Tonnen an Daten gespeichert) hatte ich ein Image der NAS-Platte auf einer Netzfreigabe (LG NAS N1T1) abgelegt für den Fall, dass bei der Wiederherstellung des Spiegels etwas schiefgeht. Nun muss ich noch warten, bis die Ersatzfestplatte eingegangen ist … ich halte euch auf dem Laufenden.

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