Das ist das LG N4B2 NAS (Teil 1): Datensicherung und Festplattenmanagement

So lange ist es gar nicht her, als ich das LG N4B2 NAS auf der CeBit bewundern durfte. Nun traf es ganz frisch bei mir zu einem Test ein, damit ich hier a.) das Gerät zeigen und b.) euch bei Fragen zur Seite stehen kann. Das Gerät ist komplex (und trotzdem einfach zu bedienen), sodass wir das Thema in mehrere Teile splitten. Doch fangen wir einmal ganz von vorne an.

Welche Ausstattungsmerkmale hat das LG N4B2 NAS?

Das NAS hat insgesamt vier Festplattenschächte und kommt in der Grundkonfiguration mit insgesamt 4 TB daher (pro Schacht 1 TB / Hitachi, 7200 U/Min und 16 MB Cache). Des Weiteren können bis zu drei externe USB-Speicherquellen (USB 2.0) angeschlossen werden. Doch auch an den neue eSATA II-Anschluss wurde gedacht. Doch damit nicht genug: auch ein Memory Card Reader (4in1) und ein Blu-ray Brenner finden im Gehäuse Platz. In euer Netzwerk kommt das N4B2 NAS mit 10/100 oder 1000 MBit (RJ45).

Es ist übrigens egal, welches Betriebssystem in eurem Netzwerk zum Einsatz kommt. Die LG NAS-Geräte unterstützen Windows, Linux, Mac OS X und im Falle des LG N4B2 NAS kann es zudem noch ins Active Directory eingebunden werden, falls jemand Windows-Server einsetzt.

Vier Festplatten für maximale Sicherheit

Ihr dürft sicher sein, dass eure Daten auf dem N4B1 gut aufgehoben sind. Neben JBOD könnt ihr auch RAID 0, 1, 5, 1+0 nutzen. Kleine Erklärung für diejenigen, die die RAID-Level nicht direkt im Kopf haben:

RAID 0 = Striping. Dabei werden alle vier Festplatten zu einer großen zusammen gefügt. Insgesamt ergibt sich daraus eine Kapazität von 4 GB. Fällt eine Festplatte aus, so wird Datenverlust die Folge sein. Kleiner Tipp am Rande: natürlich ist das RAID-Level 0 performanter, allerdings sollte man dann eine zweite N4B1 in das Netzwerk bringen und diese mittels RSync sichern.

RAID 1 = Spiegelung. Aus vier Festplatten werden zwei nutzbare, auf den anderen beiden wird gesichert. Fällt irgendeine Festplatte aus, so habt ihr weiterhin Zugriff auf alle Daten.

RAID 5 = Performance und Parität. Die Gesamtsumme von RAID 5 errechnet sich relativ einfach. Man addiert die Speicherkapazitäten aller Festplatten und subtrahiert eine. Heißt, bei 4 Festplatten mit jeweils einem Terabyte bleiben 3 Terabyte zur Nutzung über. Eine Festplatte enthält dabei Paritätsdaten. Maximal darf allerdings nur eine Festplatte ausfallen.

RAID 1+0 = Schnell und sicher. Hierbei wird zum Beispiel Festplatte 1 und 2 zu einem RAID 0, welches wiederum von Festplatte 3 und 4 gesichert wird.

Zugegeben ein sehr komplexes Thema, doch wer irgendwann einmal Daten verloren hat, der wird ein funktionierendes RAID-System schätzen. Alles Wissenswerte über RAID verrät uns auch Wikipedia.

Die vorhandenen USB-Anschlüsse

Sie dienen nicht nur weiteren Festplatten zum Anschluss, nein, auch könnt ihr automatisch euren USB-Stick auf das LG NAS N4B2 sichern oder auch Ordner auf eurem MP3-Player synchronisieren. Hinzugefügte Daten werden dabei automatisch erkannt und mit eurem USB-Stick abgeglichen.

Soviel erst einmal zur groben Einleitung in unser NAS, welches sich aufgrund der Features nicht nur ideal in Büros macht, sondern auch mit multimedialen Fähigkeiten und Laufruhe glänzt und somit der ideale Datenspeicher auch für das heimische Netzwerk ist. In den nächsten Tagen werde ich noch für euch unter die Haube blicken und weitere Features aufzeigen und erklären.

Update: eigentlich hatten wir das N4B1 vermutet, aber bei unserem Testgerät handelt es sich um das noch nicht in Deutschland erhältliche N4B2. Alle Unterscheide wird es natürlich in einem neuen Beitrag geben!

Tags: , , , , , , , ,

16 Kommentare

  1. Von Michael |  Dienstag, 20. April 2010 um 23:02 | Permalink

    Vier ist defintiv mehr als zwei ;o)

  2. Von Carsten |  Mittwoch, 21. April 2010 um 08:08 | Permalink

    Du sagst es. Haben ist besser als brauchen :)

  3. Von 44one |  Mittwoch, 2. Juni 2010 um 14:35 | Permalink

    Klingt interessant, würde das gern mal testen! Wir suchen aktuell ein NAS für einen Fotografen. Freiberufler sind nun oftmals auch “Wesen “;-), die dazu neigen, solche Technik beruflich und auch in ihrem privaten Umfeld nutzen zu wollen. Für diese “Klasse” gab es bisher nicht wirklich die richtige NAS: professionell im beruflichen Alltag und trotzdem mit einigen Spielerchen für den Hausgebrauch.

  4. Von 44one |  Mittwoch, 2. Juni 2010 um 21:01 | Permalink

    Wir würden das Gerät mit 4x Hitachi Deskstar HDS722020ALA330 2000GB an Raid 5 ausstatten wollen. Geht das, oder ist die maximale Ausbaustufe tatsächlich bei 4TB? Gibt es Plattenempfehlungen und wann kommt die B2 Version?
    Danke!

  5. Von Joerg |  Donnerstag, 3. Juni 2010 um 10:09 | Permalink

    Hallo, die offizielle LIste der unterstützten Festplatten ist hier. Ich sehe aber eigentlich keinen Grund, warum das von euch angestrebte System nicht laufen sollte.

  6. Von Joachim Faust |  Sonntag, 6. Juni 2010 um 08:40 | Permalink

    @ 440ne
    Die N4B1 läuft bei mir seit 12.2009 mit 4 x 2 TB Hitachi mit dem von Dir vorgesehenem Typ Hitachi HDS722020ALA330
    absolut unproblematisch und super stabil und das sogar schon mit der vorletzten Firmware

  7. Von 44one |  Montag, 7. Juni 2010 um 07:32 | Permalink

    Danke Joachim, wir haben es dann so bestellt.

    Leider kam von LG keine Aussage über das Erscheinungsdatum der neuen Generation. Bei Mediamarkt wird es auf der Website schon beschrieben – erhältlich scheint es aber nicht zu sein.

  8. Von 44one |  Montag, 26. Juli 2010 um 11:06 | Permalink

    Wir haben Ende Juli, noch immer ist auf dem deutschen Markt weit und breit nichts vom B2 zu entdecken. Meine Anrufe bei LG ließen zwar etwas Bedauern erkennen – mehr aber auch nicht.

    Ist das Model nun auf dem Weg nach Europa und wann trifft es ein? Ich habe noch Bedarf für zwei weitere NAS-Systeme.

  9. Von Carsten |  Donnerstag, 29. Juli 2010 um 09:45 | Permalink

    Kommt nächsten Monat auf den deutschen Markt :)

  10. Von 44one |  Montag, 13. September 2010 um 12:10 | Permalink

    Das ist doch echt ein Witz: 13.09.2010 – Gerät nicht lieferbar.

  11. Von Andreas |  Dienstag, 14. September 2010 um 21:19 | Permalink

    Gibt es inzwischen ein Lieferdatum? Sonst bleibt bald nur der Gang zur Konkurrenz.

  12. Von Schmitti |  Montag, 27. September 2010 um 14:39 | Permalink

    Wir haben uns jetzt doch für ein smartraid entschieden, LG liefert wohl immer noch nicht. Und die Konkurrenz ist in der Tat nicht schlechter.

  13. Von no |  Samstag, 18. 2010 um 03:42 | Permalink

    Kaufen Sie nicht! keine DLNA, das ist ein Irrtum!

  14. Von Marc M |  Freitag, 18. März 2011 um 18:15 | Permalink

    Hallo zusammen,

    ich schwanke damit mir das nette Teil zu kaufen, wundern tute ich mich das auf der Hompage nix von DNLA steht, Und hier gepostet wird nicht kaufen kein DLNA das ist ein irrturm!!! Hat der N4B2-4TB nun DNLA oder nicht? der kleine Bruder N2R1-2TB hat DNLA warum nicht der große? Oder wurde es nur vergessen mit auf zu führen wie die vergessene RJ45 Schnittstelle? Bitte um Antwort danke vorab gruß Marc

  15. Von Ralf |  Dienstag, 12. Juli 2011 um 13:32 | Permalink

    Ich habe das Teil hier auf dem Tisch stehen.

    Warum da ein Blue-Ray für Backups drin ist, verstehe ich nicht, wenn das Ding mit 4TB voll ist benötigt man 81BR-DLs und eine Woche zum sichern.
    Warum man allerdingst ein NAS mit RAID5 sichern soll ist mir auch unklar.

    Die Weboberfläche ist schön bunt und das war es schon, die Möglichkeiten mit dem Ding was anderes zu tun als Daten darauf zu spielen sind gering.
    FTP-Server? Ja
    NFS? Ja, aber schlecht zu konfigurieren.
    DNLA ? NEGATIV nur iTunes Streamingservice
    Web-, php-, MySq-Server? NEGATIV
    Time Mashine? Ja
    iSCSI? Ja, was mich überrascht, dass das drin ist.
    Torrent server? Ja
    DruckServer? Ja

    Sichernug von eSata, USB, SD, MS, XD und CD Datenträgern auf das NAS ist über das Display und die Knöpfe möglich.
    Daten vom NAS auf eStata, USB ist nur über das Webinterface möglich und nicht kompfortabel.
    Gesicherte ISOs kann man hingegen am Gerät selbst erstellen ist aber auch fummelig.

    Fazit:
    Aussen Hui, innen Pfui.
    Das gerät mag für Appel Jünger gut sein, aber es kommt bei weitem nicht an eine Buffalo TeraStation, oder Synology DiskStation dran. Letzere ist dann schon als vollweriger Server zu sehen, da der Fnuktionsumfang einfach riesig ist.

  16. Von Carsten |  Dienstag, 12. Juli 2011 um 13:34 | Permalink

    Ralf, das ist die Business-Ausführung ohne DLNA und Meidaserver.

Ein Trackback

  1. [...] LG Network Storage N4B1 [...]

<