LG NAS und Media Server


Adrian ist durch Zufall auf unser Storage-Blog gestoßen und hat uns gelobt. Danke, Adrian, wir bemühen uns, Antworten auf die gestellten Fragen zu geben. Deine Überlegungen zum Thema NAS und Mediaserver erfordern zunächst noch einige Erklärungen, denn du schreibst: “Das N4B1 kommt ungefähr an meine Vorstellungen.” Du solltest dich noch einmal genau informieren und vor allem die Zusammenarbeit der Geräte prüfen.

Zunächst ist das N4B1 die NAS-Variante für den Einsatz im Unternehmen. Die vier Festplatten sind vor allem dazu gedacht, die im Unternehmen für die Sicherheit von Daten erforderlichen RAID-Verbünde aufzubauen. Die bei diesen Geräte maximal erreichbare Speichergröße steht also bei diesen Geräten eben so wenig im Vordergrund wie der in diesem Einsatzbereich unübliche Einsatz als Medienserver. Deshalb kann das N4B1, nach dem aktuellen Handbuch zu urteilen, auch nicht als DLNA-Server eingerichtet werden.

Diese beim für den Einsatz im Home-Bereich konzipierten Lösungen N2B1 bzw. N2R1 vorhandene DLNA-Funktion ist idealerweise eine Möglichkeit für die Zusammenarbeit mit DLNA-zertifizierten Geräten anderer Hersteller. Es müsste dafür aber gewährleistet sein, dass der Player DLNA-zertifiziert ist.

Natürlich geht es auch auf andere Weise, ohne den DLNA-Server. So könnte ein Netzwerkplayer natürlich direkt auf die abgelegten Dateien zugreifen, wenn diese zu den vom Player unterstützten Formaten gehören. Das praktiziere ich erfolgreich mit einem LG Blu-ray Netzwerkplayer BD390 und dem Netzwerkplayer eines anderen Herstellers.

Komplizierter ist das Thema Streaming. Das Handbuch der Home-Varianten erklärt den iTunes-Streaming-Dienst für Musikdateien, bei dem eine direkte Verbindung zwischen dem NAS und einem PC/Mac hergestellt wird. Nach meiner Kenntnis ist für das Streaming anderer Dienste eine Media-Center-Software erforderlich. Beispiele dafür sind das XBMC-Media-Center, der TVersity-Media-Server oder Nero MediaHome. Dazu muss aber außer dem Player und dem NAS noch mindestens ein Computer laufen, der die Dienste bereitstellt. Ob und wie das dann im Einzelnen funktioniert, hängt vom externen Player ab.

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8 Kommentare

  1. Von Adrian |  Dienstag, 23. Februar 2010 um 13:58 | Permalink

    Erstmal danke für die umfangreiche Antwort und Erklärung.

    Um das “Das N4B1 kommt ungefähr an meine Vorstellungen.” etwas zu definieren
    hier ein paar Eckdaten, worum es mir geht.
    Egal ob für den Unternehmenseinsatz oder im privaten Bereich.

    -Raid5
    -eSATA
    -Gigabit
    -Festplatten-Carrier-System
    -Preis

    Geräte anderer Hersteller sind teuerer. Da ist dieses Gerät eine günstige Alternative.

    Für mich steht die maximal erreichbare Speichergröße im Vordergrund also NAS (Network Attached Storage).
    N2B1 bzw. N2R1 sind zwar für den Zweck “Mediaserver” ausgelegt, aber leider nicht für das Thema Kapazität,
    so wie viele andere Gerätehersteller.

    2TB sind heutzutage keine ausreichende Kapazität. Würde ich meine vorhande DVD-Sammlung auf 2TB kopieren,
    würde ich gerade mal ein Viertel überspielen können. Dabei handelt es sich nur um DVD´s.
    Mit BD´s wären es noch weniger Filme. Fotos und Musik sind dabei noch nicht mitgerechnet.

    Was das Gerät noch interessanter für mich macht, ist das eingebaute BD-Laufwerk.
    Und auch meine frage, ob man dieses Laufwerk im Netzwerk mounten kann und per Streaming-Client daurauf zugreifen.

  2. Von Adrian |  Dienstag, 23. Februar 2010 um 14:01 | Permalink

    Was ich noch vergessen habe, entweder hab ich es überlesen oder es steht nicht bei den Spezifikationen. Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des N4B1 ?

  3. Von Mike |  Mittwoch, 24. Februar 2010 um 11:14 | Permalink

    Ich hätte mir den Twonky auf´s Lg gewünscht.
    Das mit den vorgegebenen Ordner für DLNA und iTunes ist nicht gut gelöst.

    Aber vielleicht mit ner anderen Firmware…

  4. Von Joerg |  Sonntag, 7. März 2010 um 11:57 | Permalink

    Ich habe auf der CeBIT im Katalog nachgeschlagen: Das N4B1 ist mit einem Energieverbrauch von 42 Watt im Leerlauf und 0,8 Watt im Standby angegeben. Andere Werte hängen sicher von der Art der verbauten Festplatten ab.

  5. Von Gerd |  Donnerstag, 18. März 2010 um 12:15 | Permalink

    Ich habe ein N2R1 und ein DLNA-fähiges Philips-TV. Meine CD-Sammlung habe ich auf das DLNA-Verzeichnis des LG-NAS kopiert (einige Tausend Audio-Titsl). Aber das Resultat war völlig ernüchternd. Es dauert und dauert Minuten, wenn nicht Stunden, bis das Verzeichnis im TV überhaupt erst sichtbar wird. Das ist völlig unbrauchbar. Ich wäre mal interssiert, ob andere LG-NAS User ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

  6. Von Paul |  Freitag, 26. März 2010 um 10:29 | Permalink

    Ich habe die kleine N2R1 und habe meine Musik-Dateien im iTunes Verzeichnis und das Einlesen bei ca. 40 GB geht naja, ist OK. Grundsätzlich bin ich mit der NAS, nach dem ich auch Time Machine zum laufen bekommen habe, zufrieden. Nur eins klappt nicht oder geht nicht oder ich bin zu dumm. WIEDERGABELISTEN im NAS anlegen, damit die dann in ITunes erscheinen. Kann mir einer helfen. Danke.

  7. Von Andreas |  Dienstag, 20. April 2010 um 13:44 | Permalink

    Ich habe ein N2B2-2TB und ein Philips-TV 47PFL8404H12 und die gleichen problehme wie Gerd. Die Geräte habe ich inzwischen auf feste Ip´s eingestellt, einen sepperaten Switch eingesetzt, Aktuelles Update auf das Nas gespielt, nachUpdates von Philips gesucht usw. Anscheind ist DLAN nicht gleich DLAN. Ich kann leider nicht helfen, aber villeicht kann uns jemand helfen ;-) . Danke

  8. Von Matze |  Sonntag, 9. Januar 2011 um 20:11 | Permalink

    Habe die gleichen Erfahrungen jetzt mit dem N1T1 gemacht. Liegen nur wenig Dateien auf dem DLNA-Ordner, klappt das streamen auf Philips TV oder Netzwerkplayer ganz gut, werden es aber mehr (bei mir zur Zeit nur etwa 300MB) funktioniert fast nichts mehr, dabei aber ewig lange Wartezeiten. Werde das Gerät wohl wieder zurückgeben….

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